Mehr Freiheitsgrade bei der Produktion extrudierter Spiralen

Bislang war die Herstellung extrudierter Spiralen einem bestimmten Produktionsverfahren mit eingeschränkter Rohstoffauswahl und geringer Texturvielfalt vorbehalten.

Mit der Weiterentwicklung von Schaaf Technologie ist es nun möglich, spiralförmige Extrudate in einem großen Texturspektrum und unter Verwendung vielfältiger Rohstoffe zu erhalten, als Grundlage verschiedenster würziger Snacks.

Neben Mais, dem gängigsten Rohstoff für die Direktextrusion, können die Spiralen auch aus anderen interessanten und geschmackbringenden Rohstoffen wie Kartoffeln, Weizen oder Reis hergestellt werden. Hülsenfrüchte und Bohnen liefern darüber hinaus die Möglichkeit, den Geschmack an lokale Präferenzen anzupassen. Ergänzende ballaststoffreiche Rohstoffbeigaben bieten im Hinblick auf ernährungsphysiologische Aspekte vielfältige Möglichkeiten.

Technisch gesehen ist die Hardware zur Herstellung von extrudierten Spiralen eine Weiterentwicklung des von Schaaf patentierten 3-D Schneide-Verfahrens. Ein aus dem Extruder austretender expandierender Endlosstrang wird von einer oder mehreren Messerklingen definiert partiell eingeschnitten. Dieser Schnitt muss zeitlich und räumlich präzise abgestimmt sein und ist die Voraussetzung der Spiralenformung. Nach dem Partialschnitt wird der Extrudatstrang auf ein Band geführt.
Die einstellbare Abzugsgeschwindigkeit des Bandes erlaubt es zusätzlich, das Aussehen der Spirale zu variieren, bevor der Endlosstrang in einer Schneidmaschine auf Länge geschnitten und pneumatisch zur Trocknung gefördert wird.

Dem Extrusions- und Partialschnittprozess folgt die Trocknung auf ein bestimmtes Feuchtelevel, um die Haltbarkeit des Produktes zu verlängern. Mittels Infrarot-Trommeltrockner bietet Schaaf nicht nur eine effiziente Art der Produkttrocknung, darüber hinaus können gewisse Toast- und Rösteffekte den Geschmack des Produkts weiter verbessern.

Um das getrocknete Extrudat geschmacklich abzurunden, werden in Fett suspendierte Gewürze gleichmäßig auf die Produktoberfläche aufgetragen.

Das überzogene, verzehrfertige Extrudat in Spiralform kann anschließend direkt verpackt werden.

Ausblick: Derzeit arbeitet man im Schaaf-Technikum intensiv daran, die neue Verfahrenstechnik auch auf die Herstellung von süßen Snacks bzw. Cerealien zu übertragen.

Das würde zum ersten die interessante und attraktive Formgebung "Spirale" einem weiteren Marktsegment zugänglich machen, zum anderen die Möglichkeit beinhalten, die Spiralen aus vielen weiteren Rohstoffen, insbesondere auf den Cerealienmarkt abgestimmte Getreidemischungen, herzustellen.

Autor: Jörn Jacobs Fachjournalist (DJV), IHW Marketing

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Schaaf Technologie GmbH
Otto-Hahn-Str. 36
D-65520 Bad Camberg
Tel.: 06434-91720
Fax.: 06434-917272
E-mail: schaaf-technologie@t-online.de
Web: www.foodextrusion.com

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Spiralen 1

Spiralen 2

Spiralen 3

Spiralen 4

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